Du kennst das sicher: Du liegst im Bett, versuchst dich zu entspannen, aber deine Gedanken kreisen. Du weißt, dass du morgen früh aufstehen musst, und genau deshalb gelingt es dir nicht, einzuschlafen. Wie kommt das eigentlich? Und was kannst du tun, um trotzdem gut zu schlafen, wenn ein früher Morgen auf dich wartet?
Die Rolle von Spannung und „Pre-Schlafstress“
Wenn du weißt, dass du früh aufstehen musst, reagiert dein Körper, als stünde etwas Wichtiges auf dem Spiel. Dein Gehirn produziert zusätzliches Cortisol, das Hormon, das dich wach hält. Das ist nützlich, wenn du wach bleiben musst, aber fatal, wenn du versuchst zu schlafen. Diese leichte Anspannung, auch als Pre-Schlafstress bekannt, sorgt dafür, dass dein Körper sich nicht vollständig entspannt und du weniger tief schläfst.
Siehe auch: Wie Stress deine Schlaf beeinflusst und was du daran tun
Warum der Druck, gut zu schlafen, gerade das Gegenteil bewirkt
Viele Menschen wollen unbedingt gut schlafen, besonders wenn sie wissen, dass sie am nächsten Tag Leistung bringen müssen. Dieses Streben nach Kontrolle hat jedoch den gegenteiligen Effekt: Je mehr du versuchst zu schlafen, desto wacher wirst du.
Du gerätst schnell in einen Gedankenloop: „Ich muss jetzt schlafen“, „Warum klappt es nicht?“, „Wenn ich jetzt nicht schlafe, bin ich morgen kaputt.“
Um aus diesem Kreislauf auszutreten, hilft es, deine Umgebung zu optimieren. Ein dunkles Zimmer mit einer Schlafmaske reduziert Licht und visuelle Reize, während sanfte Hintergrundgeräusche über einen Schlaftrainer deinem Gehirn helfen, sich zu entspannen.
Warum auf die Uhr zu schauen es nur schlimmer macht
Ständig zu überprüfen, wie spät es ist, scheint harmlos, aber es hat den gegenteiligen Effekt. Dein Gehirn berechnet weiterhin, wie viele Stunden du noch schlafen kannst, wodurch dein Stressniveau steigt und die Produktion von Melatonin abnimmt. Die Lösung ist einfach: Lege dein Telefon oder deinen Wecker außerhalb der Reichweite, damit du nicht ständig mit der Zeit konfrontiert wirst. So gibst du dir selbst mehr Ruhe und fällst leichter in den Schlaf.
Schlafen ist keine Leistung
Eine der wichtigsten Ursachen für Schlaflosigkeit vor einem frühen Morgen ist die Art und Weise, wie wir über Schlaf denken. Schlaf ist keine Leistung, es ist ein natürlicher Prozess. Je mehr du versuchst, ihn zu erzwingen, desto mehr Spannung baust du auf.
Ändere deine Denkweise von „Ich muss schlafen“ zu „Ich darf mich ausruhen“. So senkst du automatisch dein Stressniveau und gibst deinem Körper die Chance, selbst das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Fazit
Fast jeder schläft unruhiger, wenn am nächsten Morgen etwas Früh auf dem Programm steht. Es ist kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst, sondern eine normale Reaktion auf Spannung und Leistungsdruck. Je mehr du versuchst zu schlafen, desto schwieriger wird es. Indem du loslässt, deine Umgebung ruhig hältst und deinem Körper die Chance gibst, sich zu entspannen, kommt der Schlaf meist von selbst.

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